Der Pflanztisch

Restmaterial verarbeiten – herrlich! Und irgendwie sollte es wohl so sein, dass gewisse Restbestände genau für einen großzügigen Pflanztisch reichen sollten. 🙂 Der Tisch hat seinen festen Platz in der Garage unter einem der Fenster gefunden. Dort gibt es auch im Winter ausreichend Licht und für mich ist es ein toller Rückzugsort um in Ruhe ein wenig zu krempeln.

Neben vielen kleinen Fächern, wollte ich unbedingt ein großes Fach unter der Arbeitsplatte haben, damit die Laubkörbe und andere Kisten ihren Platz finden und ich künftig alles zum Gärtnern an einem Ort habe. Er sollte also hübsch aussehen, aber auch richtig praktisch sein – eben ein echter Pflanztisch.

Als Anregung und auch gerne zum Nachbauen, hier gerne die einzelnen Bauschritte und das nötige Material. Allerdings braucht man für dieses Modell ein wenig Platz, denn die Maße betragen etwa 100x155cm bei ca. 90cm Höhe der Arbeitsfläche – man gönnt sich ja sonst nichts. 😀

  • 5 Euro-Paletten
  • ein stabiles Holzbrett oder OSB-Platte (bei mir war es eine übrig gebliebene Holztür)
  • einige Bretter
  • lange Schrauben und einige mittlere Schrauben
  • 1m² Fliesen, Fliesenkleber & Fugenmasse (je nach Standort darauf achten, dass es auch für den Außenbereich geeignet ist), Fliesenkreuze (für Laien wie mich)
  • Lasur oder Lack, wenn man alles in einer einheitliche Farbe gestalten möchte (bei mir war es ein Rest Terrassenöl in grau)
  • körnigen Haftgrund

Eine Palette bildet die Bodenplatte. Als Seitenteile wurden zwei Paletten verschraubt und in der Länge gekürzt, damit sie vorne bündig abschließen und nicht überstehen. Die beiden so entstandenen Abschnitte (oben links auf dem Bild) haben wir übereinander gesetzt und später an das Holzregal rechts neben dem Tisch geschraubt (oben rechts noch gut zu sehen). Die „Füße“ der Seitenteile sind nach außen gedreht, damit sie gut zügänglich sind.

Ein Palette steht auf der Bodenplatte und bildet die Rückwand (lugt etwas oben raus) und die Fünfte wurde quasi verkehrt herum als spätere Tischplatte fixiert. Auf dieser liegt die abgesägte Holztür als Basis für die Fliesen – denn der Tisch sollte natürlich unbedingt abwaschbar und ein wenig wasserverträglich sein.

Links und rechts haben wir Bretter montiert, um einen Rahmen für die Tischplatte zu bilden. Genauso wurden unter die „Füße“ der Paletten Bretter geschraubt um Fächer zu bilden (sieht man auf den oberen beiden Fotos auch ganz gut).

Die Holzplatte habe ich mit körnigem Haftgrund vorbehandelt. Die lackierte Tür war sehr glatt und ich hatte die Befürchtung, dass der Fliesenkleber darauf nicht richtig halten würde – keine Ahnung ob das wirklich nötig war aber sicher ist sicher. Fliesen zuschneiden, Kleber möglichst gleichmäßig drauf, mit Fliesenkreuzen für ein gleichmäßiges Fugenbild sorgen, Fliesen drauf, trocknen lassen.

Alles streichen, später noch ausfugen, Schubladen unter die Arbeitsplatte und dann kann es schon ans Einräumen gehen! Zu Zweit ist das ein schönes Wochenend-Projekt. Dazu empfehle ich ein Hörbuch und ein geeignetes Baustellen-Getränk. Viel Spaß damit!

PS: Und wer während der Trocknungszeiten noch etwas Beschäftigung braucht, kann eine alte Lampe (bei mir ist das orangene Schmuckstück ein Garagenfund – inklusive intakter alter Glühbirne!) und Zinktöpfchen noch mit Serviettentechnik gestalten.

0 comments on “Der PflanztischAdd yours →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.