Der Staketen-Zaun

Mai 2018:

Während im Haus der Abbruch tobte und der sofortige Beginn der umfassenden Kernsanierung seinen Lauf nahm, überließen wir dort zunächst den Profis das Feld und nahmen uns des Zaunes an. Zum einen war das Grundstück durch alte (teils sehr niedrige) Maschendrahtzäune von allen Seiten einsehbar, sodass es im eigenen Garten völlig an Privatsphäre mangelte – ganz und gar nicht romantisch. An nur einigen Stellen der Grundstücksgrenze, steht eine dicht eingewachsene Hainbuchenhecke. Insgesamt wirkte es etwas zusammen gebastelt, ohne roten Faden oder klare Linie. Zum anderen wäre unser Hund fröhlich auf einer Pfote über ebendiese Zäune gehüpft und lachend im angrenzenden Wald verschwunden. Also musste ein neuer Zaun her – für nicht ganz unerhebliche 120 laufende Meter (inklusive Einfahrt).

Bei der Auswahl haben wir uns verschiedene Optionen angesehen: einen klassischen Holzlattenzaun, moderne Sichtschutzelemente in unterschiedlichsten Ausführungen und Farben, sowie Metallzäune. Für mich war wichtig, dass es ins Gesamtbild passt: Das Haus ist mit seinem spitzen Giebel, dem Biberschwanzgedeckten Dach und den weißen Sprossenfenstern ohnehin schon romantisch anmutend – was mir ja sehr gelegen kam. Dazu sollte der Zaun passen. Zudem steht es direkt am Waldrand mit freiem Blick auf grüne Felder (unverbaubare Frischluftschneise für die Stadt!), womit ein sehr natürliches Umfeld den Rahmen bildet. Und nicht zuletzt, habe ich Staketenzäune wegen ihrer Natürlichkeit schon immer geliebt! So fiel die Wahl auf französische Kastanie, die im Laufe der Zeit natürlich vergrauen wird und sehr langlebig sein soll – wir werden sehen…

Zur Montage: alle 2,5 Meter eine Einschlaghülse mit Holzbalken (mit Schutzkappen versehen), dazwischen Querbalken mit Winkeln angebracht – dabei das natürliche Gefälle des Grundstücks aufgenommen – und an diese, den auf Rollen gelieferten Staketenzaun angebracht. Diesen haben wir mit 5cm Abstand zum Boden montiert, damit er nicht im Nassen steht und somit hoffentlich länger hält.

Tipp: Vorher den Nachbarn Bescheid geben!

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