Die Terrasse

Juli 2018:

Die Terrasse ist das Garagendach und hat die Maße von rund 10×5 Metern. Durch die Hanglage ragt sie nach vorne heraus und mündet hinter dem Haus ebenerdig auf die Rasenfläche (zumindest wird sie das mal). Auf der Terrasse lagen krumm und schief alte Betonplatten, gerahmt von einem teils angemoderten Holzzaun und teilweise überdacht von einer Pergola. Auch hier bot sich das Problem der mangelnden Privatsphäre: Durch den Zaun konnten Fußgänger von der Straßenseite, vom Spazierweg am Waldrand sowie unsere direkten Nachbarn 1a hindurch auf unsere Terrasse schauen – durch die Steigung am Hang, teils sogar auf Augenhöhe. Das versprach nicht all zu viel Gemütlichkeit. Zudem fehlte mir auch hier die engere Verbindung von Haus und Garten, sowie eine gewisse Großzügigkeit. Die Pergola bot zwar Schutz vor Wind und Wetter, und war solide gebaut, jedoch beschnitt sie auch den größten Schatz: den wunderbaren Fernblick und das Gefühl von Luftigkeit. Sie verschattete das Wohn-/Esszimmer im Haus deutlich, vor allem im Winter, wenn die Sonne auch noch am Nachmittag hinter den hohen Baumwipfeln verschwindet. Zugang zur Terrasse aus dem Haus, bot nur eine einfache Tür.

Geländer und Pergola wurden abgerissen und durch eine gemauerte Brüstung ersetzt. Dies schafft eine optische Einheit mit dem Haus (dieser Effekt wird richtig deutlich, wenn Fassade und Brüstung einheitlich frisch gestrichen werden), macht die Terrasse blickdicht und geschützt, ohne sich verbarrikadiert zu fühlen. Eben wie ein eigenes gemütliches Gartenzimmer. Als Abschlussstein der Brüstung, wurde auch hier der anthrazitfarbene Beton gewählt, wie schon für die Treppenstufen.

In der Außenwand wurden aus einem Fenster und einer Tür, zwei doppelflügelige Türen. Im Haus wurden aus zwei Zimmern, ein großer Raum, der nun als Esszimmer parallel zur Terrasse liegt. Durch die großen Doppeltüren, haben wir die gewünschte Verbindung zwischen innen und außen (Haus und Garten) geschaffen, zudem die zuvor fehlende Großzügigkeit.

Beim Belag der Terrasse hatte ich mich zunächst auf Holzdielen aus Lärche eingeschossen, welche wie schon der Staketen-Zaun mit der Zeit natürlich vergrauen sollten. Bis ich in einem Architekturmagazin aufbereitete und neu verlegte Betonplatten sah. Das sah großartig und ganz modern aus! Bei genauerer Betrachtung des Materials, fiel uns auf, dass wir zwei unterschiedlich gemusterte Sorten an Platten hatten. So entstand schnell die Idee, die Platten in einem Schachbrettmuster neu zu verlegen. Rundherum sollte ein dekorativer Rand aus Kiesel entstehen, um die große Fläche aufzulockern und interessanter zu machen.

Zur Montage: Als erstes haben wir die Zahl der jeweiligen Platten durchgezählt um zu prüfen, ob unser Schachbrettplan auch aufgehen würde. Auf einem Plan wurden die Maße festgehalten, um den umlaufenden Kieselrand möglichst gleichmäßig anzulegen und an der vorderen Kante, bündig an den Treppenabgang anzuschließen (beim Neuverlegen wurde entsprechend eine Maurerschnur gespannt). Dann ging es los: Die alten Betonplatten wurden zunächst einmal abgeräumt, um den darunter liegenden Belag aus Teerbahnen reinigen und prüfen zu können. Die neue Brüstung wurde in zwei Etappen mit Dichtanstrich gestrichen. Da die Abstandsringe im Laufe der Jahrzente durch das Gewicht der Platten in die Teerbahnen eingedrückt worden waren, mussten die Ringe beim Neuverlegen mit zurecht geschnittenen Stücken aus einer Bautenschutzmatte unterfüttert werden. So konnte eine neue gerade Fläche geschaffen werden. Für den Rand haben wir einen anthrazitfarbenen Marmorkiesel gewählt. Als Treppenstufen zu den Terrassentüren haben wir Stufen aus Estrich-Beton selbst gegossen (Wichtig: Die Schalung muss dicht sein!).  Cooler Grillkamin aus grauem und anthrazitfarbenem Beton, passende Blumenkübel, fertig.

Mehr Bilder unter Was bisher geschah.

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